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Pädagogischer Tag 2009 in Franzensfeste |
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Franzensfeste 09/11
Ein Lehrerkollegium im Labyrinth :: Freiheit oder Ungeordnete Assoziationen zum pädagogischen Tag in der Landesausstellung
Labyrinth = beschwerlicher Weg; so übersetzt wäre mit dem Titel der Ausstellung schon einiges ausgesagt. Vielleicht ist Freiheit nicht denkbar ohne den beschwerlichen Weg, der (möglicherweise) zu ihr führt.
Und vielleicht ist Freiheit tatsächlich so wie Glück nur als Leerstelle zu definieren, als Abwesenheit von Einschränkung, Bedrängnis, Enge. Als imaginiertes Fenster an der Wand, hinter der sich eine nächste Wand erhebt.
Und: Wäre dann die Schule Wand oder Fenster?
Mehrere Exponate und Örtlichkeiten der Ausstellung könnten als Symbole für eine negative Auffassung von Schule dienen:
- der schnittige Porsche, tonnenschwer und zur Bewegungslosigkeit verdammt in Beton gegossen
- die bunt ausgeleuchtete Sphärenkonstellation, die sich in endloser Selbstgenügsamkeit um sich selbst dreht
- die schwarz ragende Reihe der Gitterstäbe - „und hinter tausend Stäben keine Welt"
- der ebenso schwarz lastende Monolith an der Decke, der als Bedrohung über den Köpfen schwebt
- der Tisch voller Freiheits-Bücher, die tadellos ausgeleuchtet und präsentiert, jedoch durch eine Glasplatte vor Lektüre bewahrt werden
- die Treppe, die mühsam, Stufe für Stufe, überwunden werden will und letztlich nur in einen höher gelegenen Abschnitt einer zwar monumentalen, wuchtigen und bedeutungsheischenden, jedoch völlig sinnlosen und überflüssigen Anlage führt.
ABER:
Da war auch jener goldene Handlauf, der den Suchenden in das Innere des Berges lockt und leitet, hinführt zu sagenhaften, unermesslichen Schätzen, die ihn - hätte er sie erst entdeckt und gehoben - allen Mühen und Ängsten des Lebens freier entgegentreten ließen.
Und warum sollte man sich (in der Euphorie des neuen Jahres) als Schule nicht in diesem Symbol gespiegelt finden?
 
 
 
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